Der Längsstreifen-Ohrgitter-Harnischwels hat innerhalb seiner Gattung die größte Verbreitung. Fundorte sind aus
dem Mato Grosso, dem Rio Paraguay, Amazonas-Zuflüssen in Peru und aus
Bolivien bekannt. Die Tiere halten sich meistens in Gruppen in
Bereichen mit starker Strömung auf. Sie leben zwischen den Pflanzen in
den Stromschnellen, wo sie sich dank ihres Saugmauls problemlos bewegen
können.
Die Art lässt sich äußerlich nicht von Otocinclus vestitus unterscheiden. Nur durch einen Vergleich der Zähne lassen sich die Arten zuordnen. O. vestitus hat sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer deutlich weniger Zähne.
Die Haltung im Aquarium macht keine Probleme,
wenn das Wasser weich bis mittelhart und leicht sauer bis neutral ist.
Wichtig ist, dass den Tieren beim Transport oder Fang nicht zu viel
Stress zugemutet wird. Bei zu viel Stress besteht die Gefahr, dass sie
eingehen.
Beim Einsetzen ins Aquarium gibt es zwei Möglichkeiten, entweder eine
sehr lange Eingewöhnungzeit (> 2 Stunden), oder gar keine. Bei
beiden Methoden sind die Verluste sehr viel geringer, als bei Normaler
Eingewöhnung.
Die Temperatur im Aquarium darf von 24 bis 26 °C reichen.
Das Aquarium kann mit jeder Art von
Bodengrund ausgestattet werden. Auf dunklem Bodengrund scheinen sich
die Tiere besonders wohl zu fühlen.
Pflanzen werden nicht beschädigt und sollten zahlreich vorhanden sein.
Beliebt sind vor allem großblättrige Pflanzen, wie z.B.
Echinodorus-Arten. Wichtig sind auch Moorkienholzwurzeln, die einmal
als Aufenthaltsort dienen und auch als Rückzugsmöglichkeit.
Diese Welse sind den ganzen Tag im
Aquarium aktiv. Sie weiden Aufwuchs von Pflanzen und
Einrichtungsgegenständen ab. Dieser Aufwuchs stellt ihre natürliche
Nahrung dar, jedoch lassen sie sich auch sehr gut an Ersatzfutter
gewöhnen. Gerne werden Futtertabletten, Flocken oder Granulat genommen.
Auch Frostfutter und Gemüse wird gerne gefressen. Besonders beliebt
sind Gurken, Erbsen, Spinat und Paprika.
Die Vergesellschaftung mit anderen, friedlichen Arten ist problemlos möglich.
Die Zucht dieser Art ist bereits mehrfach gelungen. Hilfreich ist eine
Simulation der Regen- und Trockenzeit mit Temperaturschwankungen. Die
Eier werden
einzeln an Pflanzen, Einrichtungsgegenständen und sogar an den
Aquarienscheiben
abgesetzt. Die frisch geschlüpften Jungfische müssen zunächst mit
feinster Nahrung angefüttert werden.