Flossen sind flächige Organe der Fische (und anderer Wasserlebewesen), die der Stabilisierung im Wasser und zur Fortbewegung dienen.
Normalerweise haben Knochenfische sieben Flossen: paarig sind Brust- und Bauchflossen ausgebildet, einzeln kommen Rücken-, After- und Schwanzflosse daher, die Rückenflosse kann mehrteilig sein. Einige Gruppen (aquaristisch v.a. Welse und Salmler) verfügen über eine Fettflosse auf dem Schwanzstiel.
Flossen (die Fettflosse meist ausgenommen) werden von Flossenstrahlen gestützt. Diese können stark verknöchert und entsprechend dick sein (Hartstrahlen) oder knorpelig bis kaum verknöchert und entsprechen weich sein (Weichstrahlen). Da die Anzahl und Ausprägung der Flossenstrahlen ein wichtiges Element der Systematik ist, wird sie in der Flossenformel wiedergegeben.
In der Regel wird die Schwanzflosse als Hauptantriebsorgan verwendet, Brustflossen können als Nebenantrieb verwendet werden, während die anderen Flossen meist zur Stabilisation im Wasser genutzt werden. Bei vielen Fischen ist jedoch der Körperbau oder Schwimmtyp stark abgewandelt, so dass Brust-, Rücken- oder Afterflossen zur Fortbewegung dienen und mit der Schwanzflosse nur gesteuert wird. Alle Flossen können reduziert sein, teilweise sind sie für andere Aufgaben extrem umgewandelt, z.B. als Saugorgane, Begattungsorgane, zum Laufen oder als „Köder“ der Anglerfische.
Kategorien: Anatomie der Tiere